Langeweile als ästhetische Kategorie
Langeweile als ästhetische Kategorie In einer Kiste dreht sich im Animationsfilm ein Schaufensterpuppenbein. Mit dem einen Satz ist mehr oder weniger umfassend beschrieben, was in dem Video passiert. Man wird sagen eine langweilige Geschichte. Ja, es stimmt, wird man antworten. Aber wenn man daraus die Konsequenz zieht, dass es sich um eine schlechte Geschichte, oder mit einem anderen Wort ausgedrückt, um ein schlechtes Werk handelt, dann versteht man weder das Werk selbst, noch dass es sich bei Langweile um eine ästhetische Kategorie handeln kann, und somit um eine berechtigte Eigenschaft eines Werkes. Passiert nichts – ist etwas langweilig – wird gesagt, dass man an einen anderen Ort schauen soll, bzw. den einen Ort genauer anschauen soll. Langeweile führt zu einer Verschiebung der Aufmerksamkeit, auf etwas, was in anderen Fällen unter Spannung und Interesse verborgen ist. Explodiert die Welt oder bricht die Liebe aus, ist man mit Liebe und Explosion eingenom...