Posts

Ergänzung zum Ferienparadies Ungarn -- zur Burg in Buda in der Zeit weitergeschrieben

  Ergänzung zum Ferienparadies Ungarn – eine weitere Stadt, ein weiterer Stadtteil (Esztergom, Buda) Und weitergeschrieben in der Zeit: Der erste Teil des Texts stammt aus dem Jänner 2024, im zweiten Teil wird nach der Veränderung durch Teilfertigstellung und neuer Regierung aus dem Mai 2026 erneut auf die Burg in Buda geblickt. Esztergom Das Motiv ist das gleiche – unmäßige Größe, die einzig in zeitweiser Verwendung stehen kann. Was das unmäßig Große in Esztergom ist, ist nicht schwer zu erkennen. Es ist die Kirche. Wenn in einer Stadt mit circa 28.000 Einwohnern die 18. größte Kirche der Welt steht (und die größte des Landes), dann kann das Verhältnis nicht stimmen. Wenn diese Kirche zusätzlich noch auf einem Berg steht, der über Stadt und Donau ragt (ins Nachbarland, Slowakei) hinüber, dann erst recht. Man könnte die Motive des Ferienparadieses wiederholen: Kirche und Stadt sind für andere gebaut, die Größe geht über eine alltägliche Verwendbarkeit hinaus. Int...

Fächer und Signalfahnen aus Papier, oder die Konzeptkunst

Bild
     Fächer und Signalfahnen aus Papier, oder die Konzeptkunst Was sieht man? Viel, und dieses viele macht den Eindruck, dass eine verschlüsselte Botschaft mitgeteilt würde: Fahnen und die strenge Anordnung sich wiederholender, modifizierter Gegenstände, auf oder um eine Tafel montiert, so als ob mittels eines Schaubild ein Problem demonstriert werden sollte. Dieser Text mag die Symbole auflösen und die Motivation ihrer Zusammenstellung geben – so als ob es beides zur Betrachtung des Objekts brauchen würde. Innen auf die Rigipsplatte sind montiert: Links: ein Papiermusterfächer der Firma Europapier . Aus jeder Seite ist ein Streifen ausgeschnitten und mit einem Stück gefundenem Papierverpackungsmaterial ergänzt. Das Musterpapier und das Verpackungsmaterial sind jeweils beschriftet: nach Gegenstand, der darin verpackt war und Ort und Zeit der Verwendung, bzw. die technischen Eigenschaften des Musterpapiers. Mitte: mein altes Handy. Im Normalfall wird es a...

Postgeschichte als eigenartige Erfahrung im Semester, Zweiter Teil des Rückblicks auf das Wintersemester 2024 – Weitergeschrieben im Frühjahr 2026

Bild
  Postgeschichte als eigenartige Erfahrung im Semester, Zweiter Teil des Rückblicks auf das Wintersemester 2024 – Weitergeschrieben im Frühjahr 2026 Es ist nicht Teil der Erwartung, dass in einem auslandsgermanistischen Studium Postgeschichte behandelt wird. Man denkt, dass das Curriculum mit standardmäßigeren Themen gefüllt sein wird: Sagen wir mit dem Schreiben von Geschäftskorrespondenz. So ist es auch tatsächlich. Die praktische Frage, die sich aus der Verpflichtung des Curriculums ergibt, ist dann nicht mehr so einfach zu beantworten: Wie einen semesterlangen Kurs mit dem Schreiben von Geschäftsbriefen füllen? Entweder ist man sehr penetrant und spricht andauernd über das Gleiche – und gibt damit trotzdem keine Antwort auf die immer andere Herausforderung in der konkreten Situation – oder man spricht über etwas anderes. Und kommt so etwa zur Postgeschichte. Postgeschichte ist nicht nur an sich ein interessantes Thema, sondern auch eines, das sich als gar nicht so ve...

704, Rückblick auf den ersten Abend des Kochvereins

Bild
  704, Rückblick auf den ersten Abend des Kochvereins Sagen wir es waren über den Abend verteilt sechs Personen auf der Bühne. Die Rechnung würde lauten: Drei aus dem Verein (Fred, Benedikt, Lukas), zwei für die Fragen (Stephan, Astrid), und ein Präsident (Roli). Aber wie viele Figuren waren auf der Bühne? Die Rechnung würde beginnen: der mehr oder weniger bekannte Wrestler Peppi Blech, der interessierte Moderator Stephan, der über Oberwölz schreibende Benedikt, die fragende Leserin Astrid, der Protokollschreiber Kurt K., der unklare ‚loser Ziegel‘, zählt der Tierarzt auch?, dann der singende und erzählende Kurt Kirchbichler, der über die verschiedensten Weltraum-Maschinen berichtet, dann der Historiograph Fred, die Trinkenden: Kurt Kirchbichler, Peppi Blech, Zuckergoscherl, ach, wie viele Leute kommen sonst im Film Ausgerockt vor: der Tote, die Verdächtigen, die Schuldige, der Ermittler Kirchbichler, einer von der Spurensicherung, ein Hausmeister, circa könnte man es so s...

Das Textservice des Extrablatt-Verlags

Bild
  Das Textservice des Extrablatt-Verlags Der Extrablatt-Verlag bietet ab Jänner 2026 im Abonnement Abschriften von ausgewählten Textstellen literarischer Werke an. Nicht nur gute und wichtige und vielleicht weniger beachtete Texte werden durch das Service präsentiert, sondern diese auch in einer speziellen Form dargeboten. Es handelt sich nicht um schlichte Abschriften, die einen Text neutral auf glattem Untergrund wiedergeben, sondern auf besonderes Papier (Nummer 1: Verpackungsmaterial) ist der Texte mit Schreibmaschine geschrieben. Damit wird die Darstellungsform selbst thematisiert, die eine eigene Ausdrucksmöglichkeit bekommt. Das Textservice hat zweierlei Ebenen: 1) der wiedergegebene Text; 2) die Darstellung. 1) Der Text: Bei Nummer 1 des Textservice handelt es sich um Rauch über Sanct Florian von Martina Wied, ein Roman, den die österreichische Autorin in den späten 30er Jahren veröffentlichte und der auch diese Zeit anhand der österreichischen Provinz behandelt...