Medienrundschau 2: Die Schilling Zeitung
Die Schilling Zeitung, 30.11.2020
Razzia ohne Ergebnis in der Wiener Unterwelt
Hat sich die Wiener Polizei schon wieder blamiert? Es scheint ganz so. Die einzigen Experten des Ministeriums sitzen in einer modernen Zensurbehörde und sie haben viel zu tun. Denn sie müssen ein Schweigen um all die gescheiterten Aktionen und Einsätze der Polizei legen. Die Liste des Scheiterns wird täglich länger. Bei der Razzia in der Unterwelt arbeitete die Zensur besonders gründlich, denn erst jetzt – beinahe ein Monat – nach dem großen Einsatz, machte ein Zeitungsbericht auf den Polizeieinsatz aufmerksam. Und zugedeckt muss hier einiges werden. Kein einziges Resultat konnte die Polizei bisher präsentieren und daran wird auch die für nächste Woche angekündigte Pressekonferenz nichts ändern. Sie wird nur zur Zensur beitragen und ganz nebenbei auch weitere tausende Euro Steuergeld kosten. Wie viel Steuergeld all die Blamagen des Innenministers bereits kosteten, ist geheim – versteht sich. Fragen werden im Innenministerium grundsätzlich nicht mehr beantwortet: Laufende Ermittlungen kommentieren wir nicht.
Der Innenminister hätte aber einige Fragen zu beantworten. Wie kann es sein, dass der Hauptverdächtige, Herbert ‚Zuckergoscherl‘ offensichtlich gewarnt wurde und abtauchen konnte. Wie kann es sein, dass alle anderen Lokale ungehindert weiter offen halten. Wie kann es sein, dass unter den Augen der Polizei Gesetze nicht eingehalten werden. Der Innenminister verantwortet eine schlimme Misswirtschaft in seinem Haus, die wir doppelt zu bezahlen haben: Mit unserem Steuergeld und der Unsicherheit, in der wir leben müssen. Nicht nur unternimmt der Minister nichts gegen die kriminellen Banden, sondern mit unnötigen und verpfuschten Aktionen provoziert er diese Kreise auch noch. Sorgen Sie für Ordnung Herr Minister oder treten Sie zurück.

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