Toter auf Straße gefunden

 

 [ohne Kommentar]


Toter auf Straße gefunden.

Polizei ohne Ermittlungsansatz


Wien, Ja Wien und nicht Chicago. In Wien wird aber in letzter Zeit mit vergleichbarer Geschwindigkeit gemordet. Und die Parallelen hören noch nicht auf: Auch unternimmt die Polizei absolut nichts dagegen, die Kriminalstatistik verzeichnet immer mehr unaufgeklärte Straftaten. Die Behörden sehen dem brutalen Morden tatenlos zu.

Aber was wissen wir über den neuen Mord? Die Leiche wurde in der vergangenen Nacht im zweiten Wiener Gemeindebezirk gefunden. Das männliche Opfer, dessen Identität noch nicht festgestellt ist, wurde mit äußerster Brutalität ermordet. Vielleicht wurde der Mann, bevor er starb, sogar gefoltert. Die Leiche ist von der äußersten Brutalität entstellt. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass mit den verschiedensten Waffen dem Mann lebensgefährliche Verletzungen hinzugefügt wurden: von Stichwunden bis zu Schlägen mit stumpfen Waffen (Baseballschläger). Angesichts dieser Brutalität muss der Mord dem organisierten Verbrechen zugeordnet werden.

Doch befand sich der Mann nur zur falschen Zeit am falschen Ort oder war er selber Teil einer kriminellen Bande, ist Opfer einer Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Gruppen. Wir dachten, dass es in Wien keine solche Gangs gibt, die zu solchen Taten fähig wären. Aber wir und die Behörden täuschten sich. Es handelt sich also um eine aktuelle Veränderung: Neue Täter kommen nach Österreich und steigern die Brutalität, die bisher den österreichischen Kriminellen fremd war. Sitten aus dem syrischen Bürgerkrieg oder jenseits der Sahara werden mit dem ungebrochenen Migrantenstrom nach Österreich importiert. Spätestens jetzt sollte jeder aufrichtige Österreicher die Folgen dieser Katastrophe erkannt haben, der die Politik nur zusieht.

Solange die neuen Banden sich nur gegenseitig erschlagen, soll es uns recht sein – unter sich können sie so leben, wie sie es gewohnt sind. Doch es ist nur eine Frage der Zeit bis die internen Konflikte auf uns, auf Wien, übergreifen. Der nächste Mord, und es wird sicher zu einem nächsten Mord kommen, wird vielleicht in Gegenwart eines Schulkindes stattfinden, das sich unschuldig gerade auf dem Weg in den Park befindet. Oder der Querschläger trifft die Großmutter, die gerade aus dem Fenster schaut. Wir können nicht tatenlos zusehen, wir müssen jetzt handeln. Jetzt, wo die Verbrecher noch nicht mit Kalaschnikows umsichschießen. Doch ist der Innenminister dieser Aufgabe gewachsen? Daran darf gezweifelt werde.

Die ‚Vorfälle‘ häufen sich: Die Polizei vermasselte eine Razzia in der Unterwelt (Bericht im Blattinneren). Auch in der Rotlicht-Szene ist die Polizei nur Zuseher, hinkt den kriminellen Plänen hinterher. Es droht der vollständige Kontrollverlust. Nichteinmal die üblichen Beschwichtigungen der Regierung erreichen uns: Pressekonferenzen und Fernsehinterviews scheinen gestrichen zu sein und auch uns wollte weder der Innenminister noch andere Minister Fragen beantworten. Das Schweigen steigert die Verunsicherung der Bevölkerung nur noch mehr. In informierten Kreisen hört man, dass die Reform des Bundeskriminalamts zu einer vollständigen Lähmung der Polizei geführt hat. Die Neuausschreibung beinahe aller Führungskräfte des wichtigsten Teils der Polizei hinterließ eine führungslose Truppe, die im Dunkeln tappt. Nicht nach Kriminellen wird gefahndet, sondern nach Parteibüchern und in diesem Klima mag sich natürlich niemand bloßstellen: Die Weisheit gilt, dass es besser ist nichts zu machen als etwas falsches, das die eigene Karriere gefährden könnte. Dass das Nichtstun Unsicherheit für die Österreicher bedeutet, ist dabei für die Politiker offenbar nicht von Belang: Lieber die eigenen Leute an den gut bezahlten Posten als keine Toten auf den Straßen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Zoltán Danyis Rosenroman ist kein Buch über Rosen

Begründung der Verleihung des ‚ersten Filmpreises‘ an Heidi Vágyi für Platón

Schreibmaschinen-Literatur