Ein Text zwei Bilder: Die Polizei verbindet Gewalt und Korruption, Spende und Problem und das im Rechten Winkel. (Kommentar zur Polizeireform, Die Abweichung 9.1.2021)
Zoltán Danyis Rosenroman ist kein Buch über Rosen (Zoltán Danyi: Rosenroman : Terézia Mora (Übersetzung): Berlin, 2023. – Ungarisch: A rozsákról , Budapest, 2021.) Der Literaturveranstaltung des österreichischen Kulturforums kann man im Zusammenhang mit Danyis Roman keine Vorwürfe machen. [Für die (negative) Besprechung der Veranstaltung, an der nicht nur Zoltán Danyi, sondern auch Birgit Müller-Wieland teilnahm, vergleiche Schmettering 22.3.2025.] Sie erfüllte ihr Ziel, verleitete dazu das Buch zu kaufen und zu lesen. Sie schaffte das, indem sie den Eindruck entstehen ließ, dass es sich um ein Buch über Rosen (wie der ungarische Titel des Buches lautet) handelt. Über Rosen allerdings nicht auf der üblichen Art in Vergleichen oder Metaphern, sondern indem direkt über sie gesprochen wird. Sie erzählen die Geschichte der im Roman behandelten speziellen historischen Situation vor, während und nach den Balkan-Kriegen der 90er Jahre. Ein Art realistischer Roman, der ...
Begründung der Verleihung des ‚ersten Filmpreises‘ an Heidi Vágyi für Platón Platón ist ein Film, der eine ausweglose Welt zeigt. Schauplatz ist ein geschlossener Raum ohne Türe und Fenster. Alle Oberflächen des Raums sind Landkarten. Die Figuren des Films sind drei identische graue Oberkörper von Schaufensterfiguren. Im Raum bewegt sich auf einem Oval fortlaufend ein Modelleisenbahnzug. Die Gestaltung der Welt und die Tätigkeiten der Figuren (Schlafen, Musik, Schach, Lesen, Schlafen) folgen dem Muster auswegloser Wiederholung: Landkarte neben Landkarte, Kreis nach Kreis, gleichbleibende Tagesroutine. Und all das wird mehrmals gezeigt, der Film selbst wiederholt sich. Es passiert nichts, es gibt nichts zu sehen in einer sich wiederholenden Welt mit sich wiederholenden Vorgängen. Verstärkt wird der erschreckend ausweglose Eindruck dadurch, dass die Welt perfekt ist. Die Landkarten wie die wohl geformten Plastikfiguren fügen sich zu einer glatten und abgeschlossenen Oberfläche zusam...
Schreibmaschinen-Literatur Die Schreibmaschine ist ein anachronistisches Gerät. Kaum mehr wird sie ernsthaft zur Produktion von Texten verwenden, da sie in jeder Hinsicht den Fähigkeiten des Computers (auch im engen Bereich in der Textverarbeitung, also ganz zu schweigen von all den weiteren Möglichkeiten des Computers) unterlegen ist. Um einen Text zu schreiben, macht es keinen Sinn eine Schreibmaschine zu verwenden – sagt der gegenwärtige Stand der Technik. Macht man es trotzdem, muss man besondere Gründe dafür haben. Abgesehen von zufälligen Gründen wie Alter, Vertrautheit oder auch Verfügbarkeit, worin sollen Gründe für die Verwendung gefunden werden, als genau in den dem Computer unterlegenen Eigenschaften; also in einer absichtlichen Entscheidung zu Fehler und Schwäche und deren bewussten Anwendung und Ausnutzung. Unter folgende Punkte könnte eine Einordnung der Nachteile gemacht werden: Festgeschriebenheit (fehlende Korrektur- und Überarbeitungsmöglichkeit), Ein...
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