Vermischte Meldungen: Lehrveranstaltungen in Pécs

 

Vermischte Meldungen

Lehrveranstaltungen in Pécs: Die Lehrveranstaltungen in Pécs gehen in die Wiederholung, die zweite Runde hat begonnen. Das, was im ersten Semester schon einmal gemacht wurde, wird im dritten Semester ein weiteres Mal gemacht: der Kreislauf der Universität denkt in Jahren. Der neue Jahrgang wird mit dem konfrontiert, womit der letzte Jahrgang konfrontiert wurde, womit die neuen Jahrgänge einer unabsehbaren Zeitspanne konfrontiert wurden.

In dieser Darstellung erscheint Wiederholung als Hamsterrad, aus dem der einzige mögliche Ausweg die Langeweile ist. Aber Wiederholung bedeutet auch, dass die Möglichkeit des Nachdenkens entsteht. Man muss nicht einfach machen, dass irgendetwas passiert, sondern man hat die Möglichkeit auf etwas zurückzublicken und zurückzugreifen. Die Möglichkeit des Nachdenkens ergibt sich nicht nur aus der Erfahrung, sondern auch daraus, dass man zur Not das schon einmal Gemachte unverändert wiederholen kann: Es gibt keinen Druck andauernd etwas erfinden zu müssen. Und Wiederholen muss jetzt nicht unverändert nachmachen bedeuten, sondern das Bestehende kann verändert, das bestehende Material abgeändert werden. In dieser Hinsicht ist Veränderung wohl wirklich eine einfachere Form der Arbeit.

Aber was wiederholt sich in diesem dritten Semester: Es werden die sprachkursartigen Kurse sein, der Textsortenkurs und auch der Kurs über die Stilistik aus dem zweiten Semester wird in die Wiederholung gehen. Neu hinzukommt, dass ich mehr und mehr zum Zwangspolitikwissenschaftler werde und über die deutschsprachigen Länder und die EU sprechen muss: was auch immer da erwartet wird, was auch immer da dann geredet wird. Das wird sich herausstellen.

Was wird verändert werden an den sich wiederholenden Kursen: Die Verbindung der Einheiten und Themen soll verstärkt werden, dass eine Art von Entwicklung entstehen kann. Es ist eine einfache Erkenntnis: Man muss die Basis legen, dass auf diese aufgebaut werden kann. Nicht alle Fähigkeiten bestehen bereits, sondern man muss zu diesen hinführen.

Beispiel dafür könnte etwa sein, dass die Redeübung weder funktionieren wird, wenn man zuvor nicht die inhaltliche Basis gelegt hat, also erarbeitet hat, was man später sagen wird, noch wenn man zuvor nicht erarbeitet hat, wie man dies sagen kann, also mit welchen Mitteln am besten ein Dialog geführt werden kann. Besonders beim zweiten Punkt bietet sich die schrittweise Entwicklung an: Man beginnt schriftlich und schaut, wie Dialoge geschrieben sind und wie man sie selber schreiben könnte. Dann erst wagt man den Sprung in die Spontanität der Mündlichkeit, mit dem Rüstzeug und der Sicherheit der zuvor erworbenen Fähigkeiten.

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