Klarheit über Herbert K., Unterweltgröße nach sieben Monaten Haft freigelassen
Klarheit über Herbert K., Unterweltgröße nach sieben Monaten Haft freigelassen
Der Schmettering berichtete im Mai als einzige Zeitung darüber, dass die Unterweltgröße Herbert K. bereits nach wenigen Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Das stellte sich nun als Falschmeldung heraus. Denn jenseits großer Öffentlichkeit wurde K. verurteilt und er verbrachte sieben Monate in Haft. Nicht bereits im Mai, sondern erst Mitte Dezember konnte K. frei aus seiner Zelle treten.
Eine kleine Zeitschrift brachte eine Falschmeldung. Alle anderen Zeitungen berichteten nach der Verhaftung K.s nichts mehr über den Fall. Es war ruhig geworden um K. und um die Wiener Unterwelt. Der Prozess fand vollständig jenseits der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit statt. Jetzt ist die Verwunderung über das milde Urteil groß, das K. ausfasste: Nur sieben Monate. Die Vorwürfe, die sich an K. richteten waren viele und jeder würde eine längere Haftstrafen rechtfertigen. Das milde Urteil blieb vor der Öffentlichkeit im Verborgenen. Es gab keine Presseaussendungen oder Pressekonferenzen zum Urteil, wie es nach Verurteilungen bekannter Personen üblich ist. Erst jetzt mit der Freilassung ist die Tatsache nicht mehr zu verbergen: K. tritt wieder in der Öffentlichkeit auf, verkehrt wieder in seiner alten Bekanntschaft und geht wieder seinen Geschäften nach. Und so fragen sich plötzlich alle, wie ist ein solches mildes Urteil möglich.
An die Person K. waren immer schon die wildesten Gerüchte geheftet. Wie konnte er es schaffen zu dieser Position und diesem Einfluss zu kommen. Wie konnte er seinen Stand in der Unterwelt halten. Und warum richteten sich in letzter Zeit die Polizeiaktionen besonders gegen ihn. Diese unbeantworteten Fragen drücken das gute Netzwerk aus, in dem sich K. befindet, und das dafür sorgt, dass er es sich in den meisten Fällen richten kann. Gerade weil er das kann, wird er für die anderen suspekt und Ziel von Angriffen. Angriffe, die wiederum durch das eigene Netzwerk abgefedert werden, wenn sie nicht gar verhindert werden können. Die Verhaftung und die Haft ließen sich offensichtlich nicht verhindern, die Liste der Vorwürfe und der Gegner war zu lange, aber die Dauer der Haft ließ sich mindern, auf sieben Monate abfedern. Das Schlimmste wurde verringert, erträglicher gemacht.
Indem K. jetzt wieder öffentlich auftritt, wird ein Zeichen an seine Gegner gesendet: Sein Netzwerk funktioniert noch. Er kann einen ganzen Gerichtsprozess aus der Öffentlichkeit verschwinden lassen, er kann die Haftstrafe nach seinen Wünschen festlegen. K.s Konkurrenz in der Unterwelt wird das Signal verstehen und sie hat mit einer kräftigen Rückkehr von K. in den Markt zu rechnen.
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