Wie der Extrablatt-Verlag arbeitet, in 13 Thesen

 Wie der Extrablatt-Verlag arbeitet, in 13 Thesen

 


Der Extrablatt-Verlag schreibt, kopiert, setzt, näht, klebt, schneidet seine Produkte; deckt den ganzen Produktionsprozess ab.


Der Extrablatt-Verlag ist eine Sammelbezeichnung (eine Art Pseudonym) einer Person. Was diese macht, erscheint unter der Bezeichnung Extrablatt-Verlag. Der Verlag holt die Produkte von zuhause aus dem Gebirge und bringt sie in die Stadt.


Der Extrablatt-Verlag erfüllt keine Aufträge. Der Extrablatt-Verlag arbeitet nicht selbstständig. Er geht Impulsen von Außen nach. (Der einzige Auftrag ist den 22. einzuhalten, den Schmettering-Tag.)


Der Extrablatt-Verlag hinkt den Impulsen hinterher. (Wenn Lukas schon im Weltraum ist, geht der Extrablatt-Verlag zum Ententeich zurück.)


Der Extrablatt-Verlag gibt nicht den äußeren Impuls heraus, sonder verändert ihn, setzt ihn um. Er versucht eine entsprechende Form für den Impuls zu finden. Die Ergebnisse sind unkonventionelle Verlagsprodukte.


Die Verlagsprodukte unterscheiden sich in Bücher und Zeitschriften. Bücher sind zu den Filmen des Kochvereins oder zu Reiseführern. Zeitschriften sind der Schmettering (auch online) und in den Filmen des Kochvereins.


Der Extrablatt-Verlag publiziert in und aus einer fiktiven Welt. Besonders die Zeitschriften sind die des anderen Wiens, Zeitschriften einer Filmwelt. (Fiktivität ist seine Schutzstrategie.)


Der Extrablatt-Verlag hat eine Rubrik auf https://www.kochverein.at/medien/extrablatt-verlag/, wie es der Schmettering hat https://www.kochverein.at/medien/schmettering/.


Der Extablatt-Verlag unterscheidet sich von Extrablatt-műhely (ung. Werkstätte, Atelier). Im Verlag erscheinen reproduzierte und reproduzierbare Produkte; im műhely Einzelobjekte.


Der Extrablatt-Verlag begann als Extreblad, als Zeitung. Das Extibled erschien 2009 zum ersten Mal und insgesamt vier oder fünf Mal – bis 2011.


Aus der Zeitung wurde der Verlag.


Der Extrablatt-Verlag ist ungeduldig: Er überarbeitet seine Veröffentlichungen nicht geduldig und genau. Er lässt sie halbfertig, bzw. sie bleiben halbfertig.


Der Extrablatt-Verlag hat ein Archiv. Alles was nicht ausgeliefert wird (Verschnitt ist, das Negative) bleibt dem Verlag; als Zeichen des Gemachten (des Ausgeschnittenen).

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